Vom Handwerker-Familienbetrieb zum internationalen Industrieunternehmen - hohe Qualität seit 1975

1975: GRÜNDUNG

Gründung von Codipro in Frankreich durch Marc Lecourt, der die Firma im Untergeschoss seines Hauses in der Region Mans (Sarthe) betreibt. Ziel von Codipro, das hauptsächlich als Handelsvertreter für Schrauben und Bolzen in Frankreich und Südeuropa tätig ist, ist die zügige Belieferung von KMU, die aufgrund des immensen Bedarfs der Automobilindustrie bisher mit mehrmonatigen Lieferfristen abgespeist wurden.

Codipro“ spielt an auf die „Pro“-fessionalität von Lecourt, der als technischer Zeichner und später als Vorbereiter von Prüfverfahren im Automobilsektor Erfahrung gesammelt hatte. Auf eine Tätigkeit zur Produktionskontrolle durch rigide Systeme verweist die Silbe „cod“: Der Gründer von Codipro ist absoluter Verfechter der „Codierung“ seiner Produkte, d.h. einer lückenlosen Dokumentation, die eine fachgerechte Benutzung ermöglicht.

1978: SCHRAUBEN UND SCHMIEDETEILE

Die Firma, deren Lager und Werkstatt sich im Untergeschoss des Privathauses von Lecourt befinden, baut ihre Tätigkeit im Bereich Standardschrauben und Sonderanfertigungen aus, hinzu kommt der Vertrieb serienmäßiger Schmiedeteile.

1989: 1. PATENT FÜR EINE WIRBELRINGSCHRAUBE

Wirbelringschraube:DSRZwar verkauft Codipro von nun an auch Ringschrauben gemäß DIN 581, doch Ende der 80er Jahre - nach der Anmeldung des ersten Patents - startet die Produktion von Sicherheits-Wirbelringschrauben mit dem eingestanzten Schriftzug „Codipro“. Diese Wirbelringschraube ermöglicht im Gegensatz zu einer herkömmlichen Ringschraube auch die gefahrlose Aufnahme einer Last von der Seite aus, nicht nur von oben.

Sie ist die Antwort auf den Hilferuf eines besorgten Kunden, der ein 20t schweres Gerät mit einer Vorrichtung heben möchte, die nur für 5t ausgelegt ist. Die Erfindung des Firmengründers von Codipro ermöglicht das gefahrlose Heben eines 20t-Blocks, der in jede Richtung gedreht werden kann.

1990: Aktiver Beitrag zur Arbeitssicherheit

Als indirekter Zeuge unguter Praktiken in manchen Werken, die zu zahlreichen Unfällen führen können, befasst sich der Firmengründer von Codipro mit Sicherheitsfragen, die zum Markenzeichen der von ihm hergestellten Ringschrauben werden.

Im Lauf der Zeit kommen zu seinem erstes Patent drei weitere Patente und ein Gebrauchsmuster hinzu. Die Produkte von Codipro gehen über die geltenden europäischen Sicherheitsnormen hinaus, da Lecourt sich nicht scheut, Ringschrauben mit dem Sicherheitskoeffizienten 5 herzustellen (Verformung bei Belastung mit dem 5-Fachen der maximalen Nennlast), wo die Norm nur den Koeffizienten 4 vorschreibt.

1991: Neue Räumlichkeiten

Ein Jahr zuvor hatte Codipro seine ursprünglichen Räumlichkeiten verlassen und war in eines der 11 von Lecourt im Industriegebiet Changé am Stadtrand von Mans neu errichteten Gebäude umgezogen. Um dem Wachstum seiner Geschäftstätigkeit und insbesondere seines Warenlagers an Schrauben und Ringschraubenkomponenten gerecht zu werden, bezieht Codipro das größte dieser Gebäude.

1995: 20 Jahre - volljährig

Mit seiner Fähigkeit, auch komplexe Anfragen in Rekordzeit zu bearbeiten, und dem zusätzlichen Plus regelmäßiger Besuche in den Werken seiner Kunden und Lieferanten, die eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung ermöglichen, hat sich Codipro trotz seiner minimalen Belegschaft (3 bis 4 Personen) in Frankreich und in Südeuropa als unangefochtener Spezialist nicht nur für Schrauben, sondern vor allem für maßgefertigte Sicherheits-Wirbelringschrauben einen Namen gemacht. Der Umsatz liegt bei knapp 1,7Mio. Euro, die sich wie folgt verteilen: 35% Schrauben, 65% Wirbelringschrauben. 35% des Umsatzes wird im Ausland in 6 europäischen Ländern erzielt.

2004: Verkauf und Kontinuität

Lecourt verkauft Codipro an die Aktionäre von No-Nail-Boxes, einem kleinen luxemburgischen Industriekonzern, der die weitere Entwicklung sichert und mit seiner Lage im Herzen Europas ausgehend vom einstigen Ursprungsort der Firma neue Perspektiven bietet. Sechs Monate erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Lecourt und dem neuen Team besiegeln den Erfolg der Veräußerung von Codipro.

2005: Zwei Länder - ein Erfolg

In Frankreich gewährleistet Codipro SA weiterhin den Schraubenhandel (Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Gewindestifte) und vertreibt in seinem Gebiet die hochwertigen Wirbelringschrauben, die von nun an im Produktionswerk von Codiprolux SA im Großherzogtum Luxemburg (in Warken bei Ettelbruck) hergestellt werden.

Produktionswerk von CODIPRO

2006: High-Tech

Das Produktionswerk für Ringschrauben zieht von Warken nach Wiltz in die neuen Gebäude um, in denen die Industrietätigkeiten des Konzerns, zu dem Codipro gehört, zusammengebracht werden. Zwei Montagepressen, eine Graviermaschine und ein Prüfstand teilen sich 150m², 300m² sind Lagerfläche.

2007: Verstärkt R&D

Um den Erwartungen seiner Kunden immer besser gerecht zu werden und ihrer Entwicklung vorgreifen zu können, verstärkt Codipro den Bereich Forschung & Entwicklung mit der Einrichtung eines internen Ingenieurbüros und der regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Forschungszentrum Henri Tudor (Großherzogtum Luxemburg) in den Bereichen Werkstofffestigkeit und Produktentwicklung.

2011: Auszeichnung für Internationalisierung

Die Handelskammer und das luxemburgische Office du Ducroire verleihen Codipro den 1. Export Award als Auszeichnung für seine Bemühungen um eine nachhaltige Ausweitung seines Wirkungskreises auf internationaler Ebene. Nach dem Verkauf im Jahre 2004 erhöhte sich die Zahl der Exportländer von Codipro von 6 auf 32 und der außerhalb Europas erzielte Umsatz stieg um 11%.

Die Handelskammer und das luxemburgische Office du Ducroire verleihen Codipro den 1. Export Award

2012:

Codipro, das nach ISO 9001, ISO 14001 und RSE zertifiziert ist, feiert sein 37-jähriges Bestehen mit seinen 15 Mitarbeitern, die alle Kräfte mobilisieren, um so unterschiedliche Sektoren wie die Formgußindustrie, Verladung/Transport/Logistik, Schiffsbau, Offshore, Hebesektor, Luftfahrt oder Windkraft schnellstmöglich zu bedienen.

Seit dem Verkauf 2004 hat das Unternehmen sowohl seinen Umsatz (2005: 1,3Mio.€, 2011 5 Mio.€) als auch seine jährliche Ringschraubenproduktion von 14.000 auf 45.000 Stück mehr als verdreifacht.

Ergebnisse ganz nach dem Geschmack des Codipro-Gründers Lecourt: „Ich habe mein Unternehmen äußerst seriösen Menschen übergeben, die es beträchtlich ausgebaut haben, ohne einen Schnitt zu machen, sondern aufbauend auf die Erfolge der Vergangenheit.

Die alltägliche Herausforderung von Codipro bestand immer darin, die Probleme seiner Kunden, und seien sie noch so speziell, so schnell wie möglich zu lösen. Parallel zu dieser schnellen Bearbeitung, die einen Vorrat an Material erfordert, das schnell umgearbeitet werden kann, braucht man Fachleute, die auch mit Nicht-Standard-Gewinden arbeiten können. Das ist der Fall. Ergebnis: Codipro ist damals wie heute in der Lage, einem Kunden weiterzuhelfen, der am Freitag feststellt, dass er nicht die richtige Ringschraube für das Entladen eines Lkw hat, der am Montagmorgen um 8 Uhr bei ihm ankommt.

Historischer Überblick von CODIPRO (PDF)